100 km zu Fuß über die Schwäbische Alb

Reisestationen: 14

Kanäle Outdoor

Autor: Skullsplitter Skullsplitter

Bewertung: 

Ansichten: 5335 Downloads: 141

In vier Tagen vom Filstal zur Schwäbischen Alb, zu Fuß und mit rund 15kg Marschgepäck beladen. Für eine Tracking-Tour muß man nicht ins ferne Ausland reisen, auch Deutschland läßt sich so gut entdecken. Am eigenen Leib habe ich das Experiment gewagt: 100km Tracking von meinem Heimatort im Filstal bis zum Federsee in Oberschwaben. Mein Marsch führt mich quer über die Schwäbische Alb, einem rauhen aber schönen Landstrich in Deutschland. Übernachtet habe ich im Zelt und im Kloster.

Per E-Mail empfehlen: 100 km zu Fuß über die Schwäbische Alb Empfehle diesen Reisebericht per E-Mail »

Nachricht an Skullsplitter Nachricht an Skullsplitter »

Zu Favoriten hinzufügen Zu Favoriten hinzufügen »

Podcast


1

Tag 1: Start zu Hause

Geo-Koordinate: Breite. 48.69358 / Länge. 9.56473

Im Prinzip gilt für eine Trackingtour in Deutschland, das selbe wie für eine Tour in der Wildniss im Ausland: beim Marschgepäck gilt es sich auf das nötigste zu beschränken, um Gewicht zu sparen. Auch sollte bei der Auswahl der Ausrüstung sehr viel Wert auf die Qualität gelegt werden. So sind im Oktober die Nächte auf der Alb rauh und durch Tau und Nebel sehr feucht. Zelt und Schlafsack sollten dafür ausgelegt sein, sonst wird die Nacht ungemütlich. Meine Packliste hat wie folgt ausgesehen:

Allgemeine Ausrüstung:
Schlafsack (Daunen), Isomatte, Einmann-Zelt, Kocher, Gas, Tasse, Teller und Topf, Besteck, Taschenlampe, Schweizer Taschen-Messer, Feuerzeug (2x), Apotheke (Pflaster, Aspirin), Tracking-Handtuch, Zahnbürste und Zahnpasta, Seife, Toilettenpapier

Navigation und Kommunikation:
Karten (1:50000), Garmin vista (2x Ersatzbatterien), Handy und Ladegerät, Podcast-Gerät (klar!), Taschen-Kamera, Bargeld, EC Karte, Ausweis, Notizbuch, Bleistift

Kleidung:
2 Paar Socken, 1 x Unterhose, 2 x T-Shirt (Multifunktion), 1 x Longsleve, Cargo-Hose, Regenjacke, Regenhose, Baseball-Mütze, Softshell-Jacke, Trackingstöcke, Bergstiefel

Verpflegung:
2 x Wasserflaschen a 0.7 Liter, 8 x Obst- und Müsliriegel, 4 x Instant-Kaffee, 4 x Teebeutel, 3 x Suppen (Asia Nudelsnack), 1 x Hartwurst (Salami), 250g Schwarzbrot.

Gepackt habe ich alles in einen 70 Liter Rucksack. Gewicht ohne Wasser 11.9 kg, je nach Wasserausstattung war das Gewicht während des Trackings zwischen 15-14kg.

Gut gepackt und nochmal mit einer Banane gestärkt bin ich morgens gestartet. Der Weg führte vom Filstal zum Albtrauf nach Eckwälden und von dort auf das Deutsche Haus. Im Deutschen Haus habe ich die erste Rast gemacht und mir nochmal ein ordentliches Mittagessen geleistet. Gut gestärkt ging es auf den Bossler.

2

Tag 1: Am Albtrauf Aufstieg zum Bossler

Geo-Koordinate: Breite. 48.61229 / Länge. 9.59463

Ein Zickzack-Weg führt vom Deutschen Haus (617m ü.n.N.) hinauf auf den Bossler (800 m ü.n.N). Am Aussichtspunkt eine kurze Rast, Gipfelphoto und ein Blick ins Tal. Dier Fernsicht ist an diesem Tag nicht besonders. Der Fernsehturm von Stuttgart läßt sich am Horizont erahnen. Nun bin ich auf der schwäbischen Alb. Der Weg Richtung Reußenstein führt auf 7km an der Kante des Abtraufes entlang Richtung Süden. Unterwegs gibt es immer wieder einen grandiosen Blick hinab ins Albvorland. An manchen Stellen führt der Weg aus den Wald über saftige Wiesen auf denen Schafe sich das Grün munden lassen. Schafe sind es auch die einen Großteil der Alb früher prägten. Auf den steinigen und trockenen Böden der karstigen Alb, war Schafshaltung oft nur die einzigst sinnvolle Landwirtschaft. An den verbliebenden Zonen mit Schafswirtschaft errinnert die schwäbische Alb an das schottische Hochland: Heideland mit sanften Hügeln und weissen schluffigen Schafen.

3

Tag 1: Ruine Reußenstein

Geo-Koordinate: Breite. 48.56124 / Länge. 9.56689

Mein erster großes Ziel für den ersten Tag ist geschafft: die Ruine Reußenstein. Imposant thront das Gemäuer an einem Felsen am Albtrauf. Von hier gibt es einen einmaligen Blick ins Tal. Die hart abfallende Felskante ist auch ein beliebter Fels für Klettere. Ich habe mich im Schatten zur Rast hingesetzt, Schuhe ausgezogen und bei einem Snack die Aussicht genossen. Da es später Nachmittag ist, studiere ich die Karte und sondiere ein mögliches Zielgebiet für das Nachtlager.

4

Tag 1: Camp I

Geo-Koordinate: Breite. 48.5429 / Länge. 9.55746

Am Spätnachmittag erreichte ich das Tal vor Donstetten. Eine langgezogene Wiese, die rechts und links von Wäldern flankiert ist. Kein schlechter Ort zum Campen, da die nächste Straße ca. 2 km entfernt ist. Am Waldrand findet sich eine geschützte Lichtung. Dort schlage ich gegen 18 Uhr mein Nachtlager auf. Noch etwas essen und einen heißen Tee, danach geht es nach Sonnenuntergang in den Schlafsack. Nach 25km Fußmarsch schlummere ich langsam ein. Die Laute eines Kautz in der Nähe des Zeltes, wecken mich in der Nacht.

Campen in der freien Natur ist in Deutschland eigentlich nicht erlaubt. Eine Nacht im Freien läßt sich beim Tracking nicht vermeiden und hat natürlich auch seinen Reiz. Meine Tipps:

- Campe nie in einem geschützen Gebiet (Naturschutzgebiet, Landschaftschutzsgebiet)
- Kein offenes Feuer, kein Lagerfeuer
- Nicht direkt im Wald campen
- Nicht auf ungemähten Wiesen oder Ackerflächen campen
- Suche einen Platz abseits von Straßen und Wegen
- Hinterlasse keinen Müll

Wer diese Punkte beachte sollte problemlos ein Nachtlager aufschlagen können. Es schadet übrigens nicht, unterwegs einen Bauern zu fragen – um gleich eine geeignete Wiese empfohlen zu bekommen.

5

Tag 2: Ehemaliger Truppenübungsplatz Münsingen

Geo-Koordinate: Breite. 48.47051 / Länge. 9.55489

Am nächsten Morgen ein Frühstück im Morgennebel. Danach Abbau des Camps und schnelles packen des Rucksackes. Es ist der zweite Tag. Der Weg führt heute über Donstetten zum ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen und danach nach Mehrstetten. Zunächst geht es also durch den Wald hinauf nach Donstetten. Dort decke ich mich im Dorflädle mit Wasser und Bananen ein. Die nächste anvisierte Ortschaft ist Zainingen. Der Weg dorthin führt über einen Feldweg durch Ackerland. Die Strecke ist wenig aufregend und meine Beine sind noch Müde vom gestrigen Tag. Mit kurzen Worten: der Weg ist ätzend. Endlich in Zaining angekommen kann ich den ersten Tagespunkt ansteuern, den ehemalige Truppenübungsplatz in Münsingen.

Seit über 100 Jahren wurde das Gelände für Kriegsspiele genutzt. Nach dem Krieg hatte die Französische Armee das Gelände in Beschlag. 1992 ging die Hoheit an die Bundeswehr, die die militärische Nutzung des Gelände im Jahr 2005 Aufgab. Das Gelände ist einzigartig. Es hat sich eine Alb-Landschaft bewahrt, wie sie von einhundert Jahren existierte. Eine dünnbesiedelte Heide mit Schafsherden. Das Gelände ist riesig. Ca. 6 km breit und 10km lang.

Von Zaining aus geht es also ca. 1,5 km bis zur Grenze dieser > forbidden Zone < Vor der Grenze stehe Schilder, die darauf Hinweisen, das dass Verlassen der offiziellen Wege verboten ist. Da seit Einhundertjahren hier scharf geschossen wurde, liegen auf dem Gelände noch Munitionsreste und Blindgänger. Allerdings habe ich bei meiner Wanderung kein Schaf gesehen, dass beim Weiden explodiert ist. Somit ist die Explosionsgefahr ein potentielles Risiko.

Rechtlich ist die Sache auf jeden Fall klar. Wer sich Abseits der ausgeschilderten Wege ins Gelände wagt, begeht auch eine Ordnungswidrigkeit, die mit saftigen Bußgeldern belegt wird. Also immer schön auf den offiziellen Weg bleiben.

Ich habe zunächst einmal an einem alten Schiesstand am Rande des Geländes eine Rast gemacht. Etwas essen, trinken und in der Sonne dösen. Danach ging auf die Tour quer durch den Truppenübungsplatz. Ziel war das Alte Lager, eine Kaserne im Süden die genau Gegenüber am anderen Ende liegt. Der Weg führte mitten in das Herz des Truppenübungsplatzes. Vorbei an alten Bunkern, Unterständen, Panzerwege und Schießstände. Dort wo die Jungs mit schweren Panzern das Gelände durchpflügten sieht man heute noch die Spuren in der Heidelandschaft. Doch statts Kampflärm hört man nur das Blöken der grasenden Schafe. Auf meinem Weg bin ich an diesem Nachmittag kaum Menschen begegnet. Ich kann die Anzahl der Begegnungen mit Radfahrern an einer Hand abzählen. Schafe gab es dagegen zu Hunderten. Sie sind die eigentlichen Herrscher über das Gelände.

6

Tag 2: Altes Lager, Böttingen

Geo-Koordinate: Breite. 48.41546 / Länge. 9.53886

Bei Bötting habe ich den Ausgang des Truppenübungsplatzes am späten Nachmittag erreicht. Eigentlich wollte ich von dort direkt in Richtung Mehrstetten gehen. Für das zweite Nachtlager war noch einmal Zelten angesagt. Leider war mein Wasservorrat aufgebraucht. Daher musste ich dringend in einen Einkaufmarkt.

Ein freundlicher Jogger schickte mich nach Auingen und für diesen Tip könnte ich ihn heute problemlos in den Hintern treten! Den er vergass mir mitzuteilen, dass sich der näöchste Supermarkt am Ende von Auingen befindet, welches geografisch am Ortseingang von Münsingen liegt. Ein Umweg von 2km und komplett Abseits meiner Route. Der einzige Trost: auf den Weg nach Auingen habe ich das Alte Lager passiert, die ehemalige Kaseren des Truppenübungsplatzes. Hier gibt es Unterkunftsbaracken, ein Truppentheater und das neue Naturschutzzentrum. Endlich beim Supermarkt angekommen, habe ich Wasser und Essen eingekauft.

7

Tag 2: Camp II

Geo-Koordinate: Breite. 48.39475 / Länge. 9.52762

Nach einer kurze Neuplanung der Route ging dann direkt nach Süden auf die Hochfläche vor Unterheutal.
Hier habe ich einen guten Platz für die Nacht gefunden und zügig das Camp II errichtet. Zum Abendessen gab es ein Wunder der modernen Lebensmitteltechnik: Asis Nudelsnack! Tüte aufreisen, mit heissen Wasser übergiessen und in 5 min war die Nudelsuppe fertigt. Hmmmm! Da es am Abend recht frisch wurde, war die Nudelsuppe eine angenehme Mahlzeit. Mit der Isomatte vor dem Zelt, habe ich noch den Sonnenuntergang auf der Alb genossen und bin dann in den Schlafsack gekrochen. Die Nacht war deutlich frischer, wie am Abend zu vor. Doch der Daunenschlafsack war kuschelig warm.

8

Tag 3: Über Land nach Granheim

Geo-Koordinate: Breite. 48.31199 / Länge. 9.57299

Irgendwie war die Nacht nicht wirklich erholsam. Ich fand keine gemütliche Position zum Schlafen und die Füße taten weh. Außerdem war es durch den Hochnebel auf der Alb richtig feucht. So war der Morgen eher ungemütlich. Ich hatte das Früchstück schnell erledigt und den Rücksack zügig gepackt.

Das heutige Tagesziel war Obermarchtal und dort erwartete mich vielleicht ein Zimmer mit Bett. Zunächst aber ging es zu Fuß weiter über die Alb. Der Weg führt Hauptsächlich über Wiesen und Äcker. So ging es über Unterheutal, Bremelau nach Granheim. Unterwegs gab es keine besonderen Ereignisse und auch keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Ich habe die Strecke am Vormittag schnell hinter mich gebracht und in Granheim vor einem Wildgehege die erste Rast eingelegt. Eine gute Gelegenheit ein Zimmer für die Nacht zu reservieren. Also habe ich im Kloster Obermarchtal angerufen und dort alles für den kommenden Abend vorbereitet. Am Ziel in Obermarchtal erwarteten mich: ein Bett, ein Abendessen und eine Dusche. Das war genug Motivation für den zweiten Streckenabschnitt des Tages.

9

Tag 3: Über das Wolfstal in Richtung Bärenhöhle

Geo-Koordinate: Breite. 48.27053 / Länge. 9.56132

Die nun folgende Strecke war für mich einer der schönsten Abschnitte der Reise. Um Obermarchtal zu erreichen führte die Route durch das obere Wolfstal hinunter bis zur Bärenhöle an der Lauter. Die Wolfsfalle ist der Einstieg in das malerische Trockental. Dort ist der Weg nicht häufig genutz, so muss ich mich entland eines wahren Dschungelpfades durch das Tal schlagen. Rechts und links vom Trampelpfad ziehen sich die dicht bewaldeten Berghänge empor. Neben diesen Abschnitten gibt es immer wieder offene Bereiche, in denen sich der Pfad in eine Wiese verwandelt, die sich in grünen Mäandern durch das Tal schlängelt. Immer wieder tauchen steinerne Türme auf, die einst zur Eiszeit von einem wilden Fluß aus dem Berg geschnitten wurden. Heute ist der Fluß verschwunden und das Tal ist ein Paradebeispiel für ein Trockental. Im der zweiten Hälfte des Wolftals wird der Weg breiter und ist besser ausgebaut. Dieser Abschnitt des für duch eine ehemalige Klamm. Rechts und links des Wege steigen Kalkfelsen steil empor. Stellenweise hat sich der urzeitliche Fluß wie in einen Canyon tief in den Fels eingeschnitten. Am Ende dieses Abschnittes liegt auch die Bärenhöhle, eine fürdie schwäbische Alb typische Karsthöhle. Kurz nach der Bärenhöhle ist das Wolfstal zu Ende und ich befinde mich am Parkplatz an der Lauter. Der nächste Wegeabschnitt führt nun den Berg hinauf in Richtung Obermarchtal.

10

Tag 3: Hochberg

Geo-Koordinate: Breite. 48.25275 / Länge. 9.57233

Die letzte Anhöhe auf dieser Tagesetappe ist der Hochberg. Es geht aus dem Lautertal einen schmalen Zickzackweg hinauf. Oben angekommen habe ich einen fantastischen Blick hinab ins Donautal. Ich beschließe eine kleine Rast einzulegen und den Ausblick zu genießen. Auf dem Hochberg gibt es eine Grillstelle mit Tisch und Bank. Gleich daneben steht der "Bismarckstein". Mein Tagesziel ist von Hochberg sehr schön zu sehen: die Kloseranlage Obermarchtal. Von Abendessen und einem warmen Bett trennen mich nur noch der Abstieg vom Hochberg und die Donau.

11

Tag 3: Ehemaliges Kloster Obermarchtal

Geo-Koordinate: Breite. 48.23629 / Länge. 9.57092

Nach drei Tagen Fußmarsch und zwei Nächten im Zelt, ist die Aussicht auf ein bequemes Bett verlockend. Nachdem ich die Donau am Fischsteig überquert habe, führen Treppen hinauf in die Klosteranlage. Ich werde freundlich empfangen und bekomme eine kleine Einweisung in die Örtlichkeit: Bettenhaus, Speisehaus, Trinkstube, Kapelle und Kirche. Obwohl die große Zeit als Kloster längst vorrüber ist, haben sich in Obermarchtal die Wurzeln erhalten. Mein Zimmer ist groß und geräumig. Das Bett ist bequem. Bevor ich mir ein Abendessen gönne, geht es zuerst unter die Dusche. Einfach herrlich! Eine kleine Randbemerkung: die Fenster zum Zimmer haben keine Vorhänge oder Rolläden ;)

Nach der körperlichen Reinigung geht es ins Speisehaus. Das Abendessen besteht aus einem reichlichen Buffet – die katholische Kirche versteht es eben von jeher gut zu speisen :) Gut gestärkt hole ich mir noch eine kleine Flasche Wein aus der Trinkstube und verschwinde auf das Zimmer.

12

Tag 4: Soldatenfriedhof Obermarchtal

Geo-Koordinate: Breite. 48.22374 / Länge. 9.59524

Nach einer erholsamen Nacht im meiner Klosterstube packe ich meine sieben Sachen. Früh morgens nach einem guten Frühstück geht es weiter zur letzten Etappe. Meine erste Station führt mich circa 3km ausserhalb von Obermarchtal. Hier befindet sich im Wald der Soldatenfriedhof. Ruhestätte von über 1.000 Soldaten aus ganz Europa: Deutsche, Österreicher, Russen, Franzosen... Die bedauernswerte Opfer waren zum größten Teil an den Befreiungskriegen zwischen Napoleon und den europäischen Mächten. In der Klosteranlage Obermarchtal befand sich zeitweise ein Kriegsspital. Da ein Spital zur damaligen Zeit ein Ort des Sichttums war, wurden die Toten aus Angst vor Seuchen weit ausserhalb des Ortes begraben.

13

Tag 4: Richtung Federsee

Geo-Koordinate: Breite. 48.12828 / Länge. 9.61156

Der folgende Weg führt mich durch den Wald. Ich verlasse den offizellen Wanderweg und gehe eine Abkürzung durch Forstwege. Keine schlechte Idee, wie sich herausstellt. Den Unterwegs treffe ich auf zwei Waldarbeiter, die gerade eine Frühschoppen machen. Netterweise werde ich gleich zum Bier eingeladen. Prost. Beim Bierchen erfahre ich auch die Geheimisse des Berges Bussen: der höchste Berg Oberschwabens ist eine beliebte Pilgerstätte für diejenigen, bei denen der Kindersegen ausbleibt. Ein Besuch des Bussen macht fruchtbar – so die Legende. Ich meide den Bussen weitläüfig und setze meine Reise fort Richtung Federsee.

14

Tag 4: Am Ziel! Seekirch am Federsee

Geo-Koordinate: Breite. 48.10571 / Länge. 9.64097

Nach vier Tagen und einhundert Kilometern erreiche ich den Federsee. Zum Ende der Eiszeit sammelte sich hier das Schmelzwasser der Gletscher in einer Senke. Seit über 10.000 Jahren verlandet dieser See. Heute ist der größte Teil ein Moor. Ich gehe am Rand des Moores einen Pfad hnauf zum Dorf Seekirch. Hier lege ich den Rucksack ab, schnüre meine Stiefel auf und lege mich ins Gras und genieße die warmen Sonnenstrahlen. Ich bin am Ziel.

Neuer Kommentar

Sende Kommentar:

Benutzername: Passwort: