Sleeping Bear Dunes and Leelanau Island
Reisestationen: 10Kanäle Outdoor
Autor:
virlana
Bewertung:
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Den Winter 98/99 verbrachte ich in Michigan. Ich war schon mehrere Monate in Detroit und hatte noch kein Wasser gesehen. So hielten mich Warnungen nicht davon ab, Richtung Norden aufzubrechen. Auf meiner Fahrt hat mich der Blizzard eingeholt. Mit Mühe konnte ich mein Fahrzeug über schneebedeckte Straßen manövrieren. Doch die Belohnung war einzigartig. Ich musste mich zwar durch knackige -50 °C kämpfen, aber schließlich bin ich nie zuvor über gefrorene Sanddünen gewandert. Im Wald des Leelanau State Parks war es windgeschützt und mir bot sich ein grandioser Blick auf den See. Umso größer der Schreck, als mein Auto nicht mehr ansprang und es Nacht wurde. Die nächste Siedlung war 8 Meilen entfernt und ich sah mich langsam in der Kälte der Nacht erfrieren. Zu meinem Glück kam mir kurze Zeit später ein älteres Ehepaar zur Hilfe. Die Beiden behalte ich in meiner Erinnerung und den See musste ich wieder sehen.
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Empire und Glen LakeGeo-Koordinate: Breite. 44.81142 / Länge. -86.05601
Im Herbst 2006 kam ich zurück und habe mich noch einmal in dieser wunderschönen Gegend umgesehen, dieses Mal ohne Schnee.
Kurz nach Empire befindet sich der Eingang zur Sleeping Bear Dunes National Lakeshore. Typisch für einen Nationalpark ist der Zugang zum Park kostenpflichtig. Dafür gibt es im Empire ein Visitor-Center, in welchem zahlreiche Informationen über den Park erhältlich sind. Es gibt dort beispielsweise Audiogeräte zum Ausleihen, Karten vom Park und man kann an geführten Touren mit den Rangern teil nehmen. Während des Winterhalbjahres sind diese Dienste aber (aus eigener Erfahrung) sehr eingeschränkt. Im Sommer eignet sich der Park auch sehr gut zum „Paddeln“. Weitere Infos: http://www.nps.gov/slbe/.
Der Park hat seinen Namen übrigens einer indianischen Legende zu verdanken. Laut dieser gab es einmal an der Westküste des Lake Michigans (Wisconsin) einen enormen Waldbrand, der das Leben einer Bärin mit ihren beiden Jungen bedrohte. Sie flüchtete sich daraufhin mit den beiden ins Wasser des Sees und versuchte, auf die andere Seite zu schwimmen.
Sie schwammen Meile um Meile und die beiden Jungen waren mit der Zeit so erschöpft, dass sie zurück fielen. Die Mutter merkte dies nicht und erreichte zuerst das schützende Land auf der Ostseite des Sees, wo sie auf die beiden wartete. Die Jungen aber waren am Ende so erschöpft, dass sie ertranken. Die Mutter wartete weiter in Sorge um ihre Jungen. Der Manitu war von der Geduld der Mutter so gerührt, dass er zu Gedenken der beiden Jungen an der Stelle wo sie ertrunken sind zwei Inseln schuf, Manitou Islands. Die Mutter bedeckte er daraufhin mit Sand, um sie vor den Winden zu schützen.
Irgendwie ist diese Geschichte schöner, als die Theorie, dass die Landschaft von Gletschern geschaffen worden ist und die Sanddünen sich aufgrund der Winderosion fortlaufend ändern, oder?
Übernachten kann man im Empire im Lakeshore Inn - phone: 231-326-5145.
Weitere Infos zu Empire: http://www.empirechamber.com/index.php
Der Glen Lake bietet vor Allem im Sommer zahlreiche Gelegenheiten für Wassersportler.
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Pierce Stocking Scenic DriveGeo-Koordinate: Breite. 44.85721 / Länge. -86.06634
Allein diese 7 Meilen lange (Auto-)Tour ist es Wert, Sleeping Bear Dunes zu besuchen. Allerdings muss man beachten, dass die Straße nur vom 21. April bis zum 12 November (Stand 2007) geöffnet ist, jeweils von 9:00 Uhr bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang.
Die Straße wurde von einem Holzfäller Namens Pierce Stocking erbaut. Er verliebte sich in diese Küste und unterhielt die Straße bis zu seinem Tod 1976. Kurz darauf wurde sie in den Nationalpark integriert. Ein Scenic Drive ist typisch für Amerika. So lässt sich die Umgebung per Auto erkunden und in regelmäßigen Abständen gibt es die Möglichkeit anzuhalten, um die Landschaft zu genießen und sich mit Hilfe von Schautafeln über die lokale Flora und Fauna zu informieren. Kombiniert wird dies mit kleinen Hiking-Trails.
Diese sind allerdings spektakulär. Die Dünen fallen steil ab in den Lake Michigan und man kommt leicht in Versuchung, sich hinabtreiben zu lassen. Von diesem Vorhaben möchte ich allerdings ausdrücklich abraten. Der Aufstieg soll so mühsam sein, dass es gut möglich ist, dass man ihn nicht mehr aus eigenen Kräften schafft…
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Dune ClimbGeo-Koordinate: Breite. 44.88201 / Länge. -86.04151
Wer heraus finden möchte, wie beschwerlich es ist, Dünen zu erklimmen, dem empfehle ich den Dune Climb. Die Mühe wird belohnt mit einem unglaublich schönen Blick auf den Glen Lake und außerdem gibt es dort auch Baumstämme, die ein eindrucksvolles Stillleben bilden.
Wer viel Zeit mitbringt, der kann die ganze Tour zum Lake Michigan gehen, aber im Sommer sollte man Wasser mit sich führen. Man wird mindestens 3 Stunden unterwegs sein und allein der Dune Climb bringt einen schon sehr stark ins Schwitzen…
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Glen Haven Canning Co.Geo-Koordinate: Breite. 44.9046 / Länge. -86.02653
Bei Glenn Haven handelt es sich um ein wieder aufgebautes Holzfäller-Dorf, welches allerdings erst im Jahr 1857 aufgebaut worden ist und heute noch aus sehr wenigen Gebäuden besteht. So gibt es dort beispielsweise eine alte Schmiede oder das Gebäude der Glen Haven Canning Co., einem Gebäude aus den 1920ern, in welchem bis 1931 Dosenfrüchte erzeugt worden sind.
Der Schwerpunkt lag damals auf der Herstellung von Kirschen. Empfehlenswert sind übrigens getrocknete Kirschen von der Leelanau Halbinsel, die es in zahlreichen lokalen Geschäften zu kaufen gibt. Ich wollte eigentlich eine Packung mit nach Hause bringen – leider hat sie es nicht über den Atlantik geschafft…
Heute befindet sich in dem Gebäude der Glen Haven Canning Co. übrigens ein Boots-Museum.
http://www.nps.gov/slbe/historyculture/glenhaven.htm
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Whaleback Inn, LeelandGeo-Koordinate: Breite. 45.00731 / Länge. -85.76596
Ich hatte auf meiner letzten Reise vor, die Manitou Islands zu besuchen. Die Fähre startet von Leland aus. Leider bin ich ein bisschen zu spät aufgestanden ;) Infos zur Passage gibt es hier: http://www.leelanau.com/manitou/manitou.html. Für einen Aufenthalt sollte man auf jeden Fall einen ganzen Tag einplanen.
Sehr gut Essen kann man in Leland im Bluebird: http://www.leelanau.com/bluebird/.
Etwas außerhalb befindet sich das Whaleback Inn, eine Lodge, die – zumindest vom Erscheinungsbild her – handgeschnitzt wirkt: http://www.whalebackinn.com/index.html.
Spätestens ab Herbst empfiehlt es sich, im Lauf des Tages bei der Unterkunft der Wahl anzurufen, da es sein kann, dass diese nicht das ganze Jahr über geöffnet haben. Es gibt zahlreiche Bed and Breakfasts und im Gegensatz zu England sind diese in den USA meist „high end“ und nicht wirklich günstiger als Hotels.
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Leelanau State ParkGeo-Koordinate: Breite. 45.21083 / Länge. -85.54994
Fährt man die M-22 in nördlicher Richtung weiter bis Northport, so kommt man auf eine kleine Straße, die nach Leelanau führt. Dieser nördliche Zipfel, der wie der kleine Finger einer Faust auf der Landkarte Michigans steil in den Lake Michigan zeigt, ist gleichzeitig namens gebend für die gesamte Region.
7
LighthouseGeo-Koordinate: Breite. 45.21043 / Länge. -85.54989
Direkt an der nördlichen Spitze der Halbinsel steht ein Leuchtturm. Er beinhaltet meines Wissens nach ein Museum, aber ich habe es während meinen beiden Ausflügen nie rechtzeitig geschafft. Überhaupt ist die Westküsten von Michigan für alle, die sich für Leuchttürme begeistern können, sehr lohnenswert.
In Leelanau gibt es die Möglichkeit, zu picknicken oder gar zu grillen, die Einrichtungen lassen darauf schließen, dass diese Möglichkeiten im Sommer extensiv genutzt werden…
Der Leuchtturm bietet aber auch verschlossen eine wunderschöne Kulisse. Unbedingt sollte man die Gelegenheit wahr nehmen, und vom Leuchtturm aus zur Küste zu gehen. Diese ist hier sehr flach und im Winter war sie komplett zugefroren.
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TrailsGeo-Koordinate: Breite. 45.17314 / Länge. -85.57363
Kaum wieder erkannt habe ich im Spätherbst den Parkplatz, auf dem meine Autobatterie vor Jahren nicht mehr in der Lage war der Kälte stand zu halten. Je nach Zeit, die man aufbringen möchte, kann man seine Tour durch den Wald kürzer oder länger gestalten. Ich empfehle, etwa 1,5 Stunden Zeit mitzubringen, so hat man die Möglichkeit zur Küste zu gelangen, sowie den Blick auf den See von einer Plattform aus zu genießen. Der Weg selbst besteht größtenteils aus Sand und führt durch einen wunderschönen Wald.
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Shoreline AccessGeo-Koordinate: Breite. 45.18198 / Länge. -85.58032
Der angekündigte Zugang zur Küste führt direkt zur Cathead Bay und führt vom Wald durch eine von Gräsern bewachsene Dünenlandschaft. Die Vegetation ist sehr reizvoll und im Sommer eignet sich dieser Ort bestimmt sehr gut zum Baden.
10
Leelanau Wine TrailGeo-Koordinate: Breite. 44.93779 / Länge. -85.63473
Diesen Tipp hatten meine amerikanischen Freunde Michelle&Dan für mich parat: Die Leelanau Halbinsel ist ein lokal bekanntes Weinanbaugebiet (geografisch befindet sich diese Region auf der Höhe Mailands). Allerdings verfügt die Region über sehr viel Frost und die Amerikaner sind bereit, sehr hohe Preise für Wein zu bezahlen.
Über die Weingüter gibt es eine eigene Webpage: http://www.lpwines.com/. Auf der dort verfügbaren Karte sind alle Weingüter aufgeführt und jedes dieser Weingüter hat einen kommerziellen „Tasting Room“, wo man (kostenpflichtig) Weine des Guts probieren und im Anschluss auch kaufen kann, ebenso gibt es dort lokale Spezialitäten. Probiert habe ich die Blackstar Farms: http://www.blackstarfarms.com/. Empfehlenswert ist ein „alkoholfreier Sekt“ (kohlensäurehaltiger Traubensaft) und außerdem gibt es dort einen wirklich traumhaften Ahornsirup und die bereits früher erwähnten getrockneten Trauben.
Auf der M-22 Richtung Süden gelangt man schließlich nach Traverse City, eine bei den Amerikanern sehr beliebte Stadt, in der man unter anderem sein Glück im Spiel ausprobieren kann.












